Artillerieregiment 10 e.V.

Willkommen beim Traditionsverband

Wir über uns

Wir über uns

Wir, das ist der Traditionsverband Artillerieregiment 10, der quasi als Folge der Wiedervereinigung gegründet wurde.

Als nämlich im Jahre 1990 das Artillerieregiments 10 aufgelöst werden sollte, handelten einige Offiziere und Unteroffiziere nach dem Satz des preußischen Reformers Gneisenau, "Tradition ist es, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren". Damit entschlossen sich die Bundeswehrangehörigen, die Erinnerung an das Regiment und seine Bataillone selbst wachzuhalten, obwohl sie wussten, dass dies eigentlich die Aufgabe der neuen Truppe im Standort war. So kam es noch kurz vor der offiziellen Auflösung des Artillerieregiments am 10. September 1991 zur Gründungsversammlung des Verbandes.

Zweck des Vereins war und ist die Erhaltung der Tradition des Artillerieregimentes 10 in Pfullendorf und die Förderung der Kameradschaft der ehemaligen Soldaten und zivilen Mitarbeiter des Regimentes sowie die Erforschung der Regimentsgeschichte und ihrer Auswirkungen auf die Entwicklung der Garnisonsstadt Pfullendorf, festgeschrieben im § 2 der Satzung vom 10.9.1991.

Als erster Vorsitzender stellte sich einer der ersten Kommandeure des Raketenartilleriebataillons 102, der inzwischen verstorbene General a.D. Gerhard Herfurth, zur Verfügung.

Die Mitgliederzahl wuchs rasch. Heute zählt der Traditionsverband rund 170 ordentliche und auch außerordentliche Mitglieder. Letzteres kann werden, wer an der Verfolgung des Vereinszwecks besonders interessiert ist. So sind sieben Damen, eine Anzahl Pfullendorfer Bürger, Bewohner der ehemaligen Patengemeinden und sogar ein Schweizer im Verein vertreten. Der Traditionsverband ist damit einer der mitgliederstärksten Vereine Pfullendorfs und kann im Herbst 2011 sein 20jähriges Bestehen feiern.

Viele noch aktive Artilleristen sind mittlerweile über das Gebiet der gesamten Bundesrepublik, in den USA, England sowie anderen europäischen Ländern verstreut und halten durch den Traditionsverband Kontakt zu ihrer ehemaligen Garnisonsstadt. Einmal im Monat treffen sich die Artilleristen zum Stammtisch, jährlich finden mit den Familien eine Wanderung und ein Original Idar-Obersteiner Spießbraten-Essen statt. Höhepunkt des Vereinslebens ist die alljährliche Barbarafeier. Bei dem feuchtfröhlichen Treffen denken die der Schutzheiligen der Artillerie verbundenen Männer gerne zurück an die alten Zeiten.

Eine besondere Beziehung besteht zum Heimat- und Museumsverein der Stadt. So haben bei der 775-Jahrfeier viele Artilleristen durch aktive Mitarbeit ihre Verbundenheit mit ihrer Garnisonsstadt unter Beweis gestellt. Im Bindhaus hat der Museumsverein dem Traditionsverband dankenswerterweise eine Heimstatt gegeben. Hier fand das in langer Arbeit entstandene, sehenswertes Diarama mit allen Artilleriewaffen des Regimentes genauso Platz wie die besonderen Vitrinen mit den der Vergessenheit entrissenen Erinnerungsstücken.

Für diesen Traditionsraum im Herzen der ehemals freien Reichsstadt hat sich vor Jahren Oberstleutnant a.D. Rainer Spendel mit seinen Mannen stark gemacht und ihn mit viel Herzblut so eingerichtet, dass er eine Zierde des Hauses war. Damit dies auch so bleibt, hat sich unser Vorstandsmitglied Walter Schieferle als Archivar zur Verfügung gestellt, der eigenverantwortlich und engagiert dafür sorgt, dass die Tradition der Artillerie an dieser Stelle nicht in Vergessenheit gerät.

In 2011 hat sich der personell dezimierte Vorstand in einer Kraftanstrengung dem Umbau des Traditionsraumes und der professionellen Präsentation der Geschichte dort angenommen. Und nachdem jetzt alle Derivate und Dokumente aus der Kaserne (zuletzt "hausten" wir nach mehreren Umzügen, weil kein Platz in der Kaserne sei, in einem verdreckten Keller) ins Bindhaus verlagert wurden, konnte ein Schlussstrich unter das traurige Kapitel "Traditionsraum in der Kaserne" gezogen werden. Wir sind in der Stadt und im Museum wirklich angekommen, nachdem die Tradition der Artillerie in der kaserne keine Zukunft hatte.

Ein wichtiger Teil der Geschichtsbewahrung ist eine oder die Chronik über das Artillerieregiment. Der Vorstand hat dazu neue Wege beschritten, nachdem der Versuch, eine Chronik nach althergebrachter Art und Weise zu verfassen, zu keinem messbaren Erfolg geführt hatte, und auch der die Chronik hier auf dieser Internetpräsentation nicht voran kam, fasste sich der Vorsitzende ein Herz und begann die Chroniken als Buch zu schreiben, als E-Book.

Zum Schluss: Weil der Traditionsverband ArtRgt 10 von Anfang an ein Verein auf Zeit war, werden wir die zu bewahrende Tradition eines nicht allzu fernen Tages an die Stadt übergeben und dann selbst in die bald tausendjährigen Geschichte der alten, ehemals freien , Stadt Pfullendorf eingehen.

Der Traditionsverband AR 10 hat dann - so hoffe und wünsche ich dies - sein Ziel erreicht: Die Tradition des Artillerieregiments für alle Zeit zu wahren.

Thomas Kroll, 1. Vorsitzender